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Gemeinschaftspraxis für Kieferorthopädie in Krefeld

Für Kassenpatienten

Beratung

Die Kosten für die Untersuchung, Beratung und das gegebenenfalls notwendige Röntgenbild werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen.


Behandlungskosten

Die aktuellen Richtlinien erlauben eine kieferorthopädische Behandlung zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nur:

  1. unter bestimmten Bedingungen (siehe: Wann darf zu Lasten der GKV behandelt werden?)
  2. in begrenztem Umfang (siehe: Wieviel bezahlt die GKV?)
  3. einige Leistungen und Behandlungen können nicht zu Lasten der GKV erbracht werden (siehe: Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse nicht?)

1. Wann darf zu Lasten der GKV behandelt werden?

Entscheidend sind die sog. "Kieferorthopädischen Indikations-Gruppen". Hierdurch werden Zahn- und Kieferbefunde in verschiedene Ausprägungsgrade eingestuft. (Nachlesen können sie die genauen Regeln hier: KIG-Einstufung.)

Auch wird nach dem Alter des Patienten unterschieden:

4.-9. Lebensjahr (Milchgebiss oder frühes Wechselgebiss)

Für jüngere Kinder gibt es leider nur in Ausnahmefällen, bei bestimmten, sehr schwerwiegenden Befunden (KIG D5, M4/M5, O4, O5, B4, K4, P3) eine Frühbehandlung für maximal 6 Quartale.


9.-18. Lebensjahr (spätes Wechselgebiss)

Eine Hauptbehandlung kann frühestens nach dem 9. Geburtstag erfolgen. Das Kind muss sich zusätzlich in der Zahnungsphase "spätes Wechselgebiss" befinden (= mehr als 12 neue Zähne) und eine KIG-Einstufung der Gruppen 3-5 aufweisen (KIG= Kieferorthopädische Indikations-Gruppe).


Ab dem 18. Lebensjahr

Ab dem 18. Geburtstag wird eine kieferorthopädische Behandlung nur noch in schwerwiegenden kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Kombinationsfällen übernommen. Zusätzlich muss eine KIG-Einstufung der Gruppen KIG A5, D4/D5, M4, O5, B4, K4 vorliegen. (Die grundsätzliche medizinische Notwendigkeit ist nach den Richtlinien für die GKV ab dem 18. Lebensjahr nicht mehr entscheidend.) Natürlich haben aber auch Kassenpatienten über 18 Anspruch auf Untersuchung und Beratung – beides wird erstattet. Weiterführende Maßnahmen werden im Rahmen der Erstberatung besprochen. Wir stellen hierzu gerne den entsprechenden Kostenplan auf. Sollte eine Zusatzversicherung bestehen, können weiterführende Maßnahmen im Vorfeld dort beantragt werden.

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2. Wieviel zahlt die gesetzliche Krankenversicherung?

Der Leistungsumfang bei der GKV ist beschränkt auf das ausreichende, notwendige und zweckmäßige Maß. Die hierbei anfallenden Kosten rechnet die Praxis zu 80% (beim zweiten Kind, wenn es sich zeitgleich in Behandlung befindet: 90%) direkt mit der GKV ab. Die gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteile (20% oder 10%) tragen zunächst die Eltern. Die Eigenanteile der GKV-Behandlung werden nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von der GKV an die Eltern erstattet.

Neben der Behandlung mit klassischen "losen" wird unter bestimmten Bedingungen auch die "feste Zahnspange" erstattet.


3. Welche Leistungen übernimmt die Krankenkasse NICHT?

Die gesetzliche KV sieht in folgenden Fällen keine Erstattung vor:

  1. Maßnahmen zur Steigerung des Komforts, Verkürzung der Behandlungsdauer oder auch Verbesserung des angestrebten Behandlungsziels parallel zu einer Kassenbehandlung
    [siehe: Private Begleitkosten für Kassenpatienten]
  2. Behandlungen von Kassenpatienten, deren Kiefer- oder Zahnfehlstellung in die Indikationsgruppen KIG 1 oder 2 fällt oder deren Zahnwechsel noch nicht weit genug fortgeschritten ist (frühes Wechselgebiss bei KIG 3-5 Einstufung)
    [siehe: Reine Privatbehandlung bei Kassenpatienten]
  3. GKV-Patienten haben keinen Anspruch auf Erstattung einer INVISALIGN-Behandlung.

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Private Begleitkosten für Kassenpatienten

Wenn in der Behandlung höherwertige Maßnahmen zur Steigerung des Komforts, Verkürzung der Behandlungsdauer oder auch Verbesserung des angestrebten Behandlungsziels gewünscht sind, kommen neben der GKV-Behandlung private Begleitmaßnahmen zum Einsatz.

Hierzu zählen:

Schutzlack
(der vor Karies schützt)
Schutzlack
Funktionsanalyse,
zur Vermeidung von Kiefergelenksfehlbelastungen
Funktionsanalyse
Präzisere und verlässlichere Klebetechniken und moderne Bracketsysteme:
Keramik-Brackets,
Speed-Brackets
mit hochelastischen Drähten, die sanfter und zugleich effektiver wirken
moderne Bracketsysteme


Mitarbeitsunabhängige Systeme:

z.B. zur Vermeidung von Extraktionen: Hilgers-Pendel oder Kele-Slider mitarbeitsunabhängige Systeme
zur Bißlageeinstellung:
Herbstscharnier
Herbstscharnier
zur Bißlageeinstellung:
SUS-Apparaturen
SUS-Apparatur

Die hierdurch ausgelösten Kosten werden vom Patienten bzw. einer bestehenden Zusatzversicherung getragen.

Weitere Information zum Abschluss einer Zusatzversicherung zur Abdeckung von privaten Begleitkosten finden Sie hier.

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Reine Privatbehandlung für Kassenpatienten

Immer wieder erleben wir Fälle, in denen eine kieferorthopädische Behandlung notwendig ist, auch wenn die Richtlinien dies (noch) nicht zulassen. Beispiele aus der täglichen Praxis finden Sie weiter unten.

Die hierdurch ausgelösten Kosten werden vom Patienten bzw. einer bestehenden Zusatzversicherung getragen. Weitere Information zum Abschluss einer Zusatzversicherung zur Abdeckung einer reinen Privatbehandlung finden Sie hier.


Beispiele

  1. Behandlung (noch) nicht möglich:

    Ein 10jähriger Junge mit einer Frontzahnstufe von 8 mm, aber langsamem Zahnwechsel. Das angefertigte Panoramaröntgenbild zeigt, dass es noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis der Zahnwechsel weit genug fortgeschritten sein wird, um richtliniengemäß eine Kassenbehandlung starten zu dürfen. Der Junge wird aber wegen seiner Zahnstellung gehänselt und wünscht sich eine Verbesserung. Die Eltern wollen nicht mehr warten und entscheiden sich zur Privatbehandlung.



  2. Schwierigkeit (noch) nicht hoch genug:

    Bei einem Mädchen liegt im Unterkiefer ein Platzmangel von 2,5 mm für den unteren rechten Eckzahn vor. Die Lückenöffnung könnte noch gut erfolgen, aber die GKV greift nicht (KIG P2). Die Backenzähne schieben von hinten nach, so dass der Platzmangel zunehmen wird. Wartet man ein Jahr, kann der Platzmangel durchaus auf 3,5 - 4 mm ansteigen, so dass dann die GKV greift. Der Platzmangel ist dann aber so groß, dass ggf. bleibende Zähne entfernt werden müssen.



  3. Andere Methode gewünscht:

    Zur Vermeidung einer Multibracket-Apparatur soll eine INVISALIGN-Behandlung durchgeführt werden.

    Bei Teenagern sinkt, im Vergleich zu einer festsitzenden Behandlung, das Kariesrisiko erheblich.  
    Bei Ballsportlern wird das Verletzungsrisiko vermindert.
    Bei Blasmusikern gibt es keine Beeinträchtigung des Ansatzes.
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    Hinweise zur Zusatzversicherung Kieferorthopädie

    Wenn Sie planen, eine Zusatzversicherung für den Bereich Kieferorthopädie abzuschließen, sollten Sie Folgendes bedenken:

    1. Früh abschließen!
      Sie müssen die Versicherung abgeschlossen haben, bevor Sie erfahren, dass eine kieferorthopädische Behandlung notwendig werden wird. (Eine Beratung durch Ihren Zahnarzt oder einen Kieferorthopäden zum Thema Kieferorthopädie darf also bei Vertragsabschluss noch nicht stattgefunden haben.)

    2. Den Leistungsinhalt kritisch prüfen
      Wichtig ist hier, dass Sie sowohl die "Privaten Begleitkosten" im Rahmen einer Kassenbehandlung abdecken, wie auch die "Reine Privatbehandlung" bei Vorliegen einer KIG 1 oder 2 oder verzögerter Gebissentwicklung. Teilweise beschränken sich nämlich die Versicherer auf die eine ODER die andere Alternative.

    3. Invisalign berücksichtigen
      Häufig kommt der Wunsch auf, die "feste Zahnspange" zu vermeiden (z.B. Angst vor Zahnschäden, kosmetische Beeinträchtigung, Sorge vor Verletzung beim Sport oder Beeinträchtigung des Ansatzes bei Blasmusikern, ...). In diesen Fällen ist je nach Zahnstellung ggf. eine INVISALIGN-Behandlung eine geeignete Alternative. Diese Methode wird von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht übernommen. Einige Zusatzversicherungstarife erstatten die Behandlungskosten.

    4. Prophylaxe, konservierende Leistungen, Zahnersatz und Implantate berücksichtigen

      Grundsätzlich sollte die Zusatzversicherung:
      • Prohylaxe unterstützen, so dass Sie halbjährlich durch Ihren Zahnarzt eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen können - auch und gerade während der kieferorthopädischen Behandlung.
      • Sollte trotz bester Pflege doch einmal eine Füllung (=konservierende Leistung) notwendig werden, so gibt es auch in der Füllungstherapie neben der Kassenleistung höherwertige Behandlungsmethoden. Diese werden von vielen Zusatzversicherungstarifen bezuschusst.
      • Gelegentlich werden auch bei Kindern und Jugendlichen Kronen (=Zahnersatz) nötig. Je nach Wahl der Versorgungsqualität fallen für Eltern/Patienten nicht unerhebliche Zuzahlungen an.
      • Bei Zahnverlust oder Nichtanlage kann die ideale Therapieform die Implantat-Versorgung mit 18 Lebensjahren sein. Zusatzversicherungen können dies bezuschussen, wenn die Versicherung vor Bekanntwerden der Nichtanlage bzw. vor Eintritt des Zahnverlustes bestanden hat.

    Weiterführende Links:

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